Im Gemeinschaftszentrum Freienbach war der Saal am vergangenen Freitag bis auf den letzten Platz gefüllt. Unter dem Patronat des Leutscherings gastierte die Einsiedler Big Band ein weiteres Mal im Bezirk. Mit Sängerin Anne Maria Raaflaub stand eine bewährte Kraft auf der Bühne. Nach 34 Jahren beendete «Schnuggi» seine Big-Band-Karriere. Die neuen Kräfte fügten sich nahtlos ein. Das Publikum war begeistert.
Swing, Jazz, Funk und die Polizei
«Seit 34 Jahren begleitet uns die Musik von Count Basie», so Bandleader Erwin Füchslin in seiner Begrüssung. Mit «All of me» stand zu Beginn des Konzertes ein Klassiker auf dem Programm. Der Himmel schien blau, als Anne Maria Raaflaub die Bühne betrat. Mit «Blue Skies», einem Song aus dem Jahr 1926, zeigte sie ein erstes Mal ihre gefühlvolle Interpretation. Die leidenschaftliche Seite kam danach in ihrem Lieblingslied «Champs Elysée» zum Vorschein.
Ein Start nach Mass; und kaum jemand im Publikum konnte noch ruhig sitzen. Im Verlauf des Abends überzeugte Raaflaub mit all’ ihren Facetten und ihrem Können. Den Reigen der Solisten eröffnete Lead-Saxofonist Armin Schmid in einer wundervollen Ballade mit dem Titel «Samantha».
Im «Duett» (komponiert von Neal Hefti) mit Lead-Trompeter Christian Hitz zeigte Timo Zosso, eines der jüngeren Mitglieder, seine Qualitäten als Solist. Und so ging es Schlag auf Schlag weiter, bis eine kurze Pause für etwas Entspannung sorgte. Danach stürmte die Polizei den Saal.
«Mack» für «Schnuggi»
Kaum war die Pause vorbei, ging die Post ab, wie Erwin Füchslin kurz zuvor versprochen hatte. «The Jazz Police» stürmte vehement durch den Saal. Dieses Stück sei für die Band eine grosse Herausforderung gewesen, sagte Füchslin vorgängig. Markus «Mack» Inderbitzin, der neue Gitarrist, zeigte sogleich seine Virtuosität und präsentierte sich von der rockigen Seite, in bester Qualität. Sein Vorgänger «Schnuggi», Walter Schnüriger, konnte seinen Job nach 34 Jahren beruhigt in die neuen Hände übergeben. Er wurde von seinem Weggefährten und Bandleader würdig verabschiedet.
Zum Abschluss des Events besuchte noch ein Affe das Gemeinschaftszentrum. Mit dem «Gorilla Man Blues» verabschiedete sich die Band, nicht ohne vorher noch zwei Zugaben gespielt zu haben. Der vom Leutschering offerierte Apéro bot Gelegenheit für angeregte Gespräche.
(von Louis Hensler, Höfner Volksblatt, 28.09.2026)
